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Presseschau

Sinkende Budgets bei Fernsehfilmen und -serien

28. Juni 2010
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„Augenmerk auf Ausweitung der Produktionsbudgets“

Wie die Schauspieler am vergangenen Wochen­ende beklagen auch die Produzenten seit Jahren kontinuierlich sinkende Budgets für Fernsehfilme und -serien. „Die Durchschnittsbudgets zum Beispiel für den ,Tatort‘ – mithin ein Flagschiff des deutschen Fernsehens – stagnieren seit 15 Jahren, und das bei erheblich gestiegenen Produktionskosten! Die Zahl der Drehtage ist von seinerzeit 23 auf jetzt 20 gesunken,“ sagt Dr. Christoph E. Palmer, Geschäftsführer der Produzen­ten­allianz. „Deshalb muss das Augenmerk aller am Film Beteiligten auf eine Ausweitung der Produktionsbudgets bei den Sendern gehen, öffentlich-rechtliche und private sind gleichermaßen davon betroffen. Qualität hat ihren Preis. Nur vernünftig kalkulierte Produktionen mit auskömmlichen Konditionen für alle Beteiligten bieten auf Dauer Gewähr für einen hohen, professionellen Standard in der Herstellung. Die Schauspieler sind herzlich eingeladen, die deutschen Produzenten bei den Verhandlungen mit den Sen­dern um angemessene Produktionsbedingungen zu unterstützen. Bis­lang haben sie sich dort leider komplett zurückgehalten.“

Die von Schafmeister beklagten „Dumpinglöhne“ können die Produzenten nicht bestätigen: „350 Euro pro Tag sind sicher nicht normal,“ sagt Marga­rete Evers, die bei der Produzentenallianz als Direktorin für Tarife zuständig ist. „Nach unserer Erfahrung können etablierte Schauspieler in Hauptrollen mit Tagesgagen ab 2000 Euro rechnen, aber das Spektrum ist natürlich breit. Es kommt immer auf den Einzelfall an.“

„Im Übrigen sind wir dabei, mit den Tarifpartnern Regeln über gemeinsame Vergütungsregeln zu finden“, erläutert Prof. Dr. Mathias Schwarz, Verhand­lungsführer der Produzentenallianz. „Diese werden dann aller Voraussicht nach auch für Schauspieler Gültigkeit haben. Gemeinsame Erkenntnis der Verhandlungsparteien ist jedenfalls schon heute die Notwendigkeit, sich bei den Sendern und der Politik für auskömmliche Produktionsbedingungen einsetzen zu müssen.“

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