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Presseschau

Verlängerung der Verweildauern in Mediatheken: „Scharfe Kritik von der Produzentenallianz“

5. Januar 2017
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Überlegungen der Rundfunkkommission der Länder, Onlineangebote der öffentlich-rechtlichen Sender wie Mediatheken künftig unbeschränkt zur Verfügung zu stellen, stießen bei der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen auf scharfe Kritik, berichtet Blickpunkt:Film am 28.12. Wenn deutsche Produktionen nicht wie bisher nur sieben Tage, sondern unbegrenzt in den Mediatheken von ARD und ZDF abrufbar wären, würde dies laut Produzentenallianz die Zukunftschancen deutscher Produktionsunternehmen gefährden: „Schon die derzeit zulässigen Verweildauern beeinträchtigen die Marktentwicklung spürbar“, so der Produzentenallianz-Vorsitzende Alexander Thies: „Eine weitere Ausdehnung der Mediathekennutzung unserer Werke hätte schwerwiegende Folgen für die deutsche Produktionswirtschaft. Daher wenden wir uns gegen jede Lockerung der geltenden Beschränkungen.. Schon bei den geltenden Verweildauern brauchen wir einen marktkonformen finanziellen Ausgleich für die verringerten ökonomischen Chancen. Ein erster Teilerfolg ist der Mediatheken-Gewinnzuschlag von bis zu einem Prozent der kalkulierten Herstellungskosten bei vollfinanzierten Auftragsproduktionen, den das ZDF in seinen neuen Rahmenbedingungen angekündigt hat. Das ist ein beachtlicher Schritt, den es jetzt zunächst einmal zu würdigen gilt."  Produzenten kritisieren Mediathekenpläne

In den Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen blieben Sendungen bisher höchsten eine Woche nach Ausstrahlung verfügbar, berichtet digitalfernsehen.de am 29.12. Das solle sich im neuen Jahr ändern. Während die Zuschauer diese Änderung begrüßten, sähen sich die Produzenten durch die Pläne bedroht: Produzenten sehen Ausdehnung der Mediathekennutzung kritisch (frei zugänglich)

„Wie lange dürfen Inhalte in den Mediatheken von ARD und ZDF in Zukunft zum Abruf bereitstehen?“, fragte Timo Niemeier am 28.12. bei DWDL.de und antwortete: „Nicht länger als bislang, wenn es nach dem Willen der Produzentenallianz geht.“ Viele deutsche Produktionen verschwänden nach sieben Tagen wieder aus den Mediatheken von ARD und ZDF. Die Politik diskutiere schon seit einiger Zeit eine mögliche Erhöhung der erlaubten Verweildauer für Inhalte. Nun komme aber Gegenwind von den deutschen Produzenten, die sich gegen eine Erhöhung sträuben. Dies würde das Geschäftsmodell und die Zukunftschancen deutscher Produktionsunternehmen gefährden, heiße es in einer Pressemitteilung der Produzentenallianz: Produzenten gegen erhöhte Verweildauer in Mediatheken (frei zugänglich)

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