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Presseschau

MDM Geschäftsführer Claas Danielsen: Problem der Unterfinanzierung vieler Filme

11. März 2019
Thema
Sektion

Kino

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Claas Danielsen, Geschäftsführer der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) äußert sich im Gespräch mit Helmut Hartung bei Medienpolitik.net. „Wir beobachten bei ansässigen Produktionsfirmen, dass sie sich verstärkt der Entwicklung von Serien zuwenden und an weniger Kinofilmen arbeiten, da es für die Produzenten zunehmend schwerer geworden sei, signifikante Beteiligungen der Sender und Verwerter zu akquirieren“ so Danielsen im Interview. Zur aktuellen Debatte und Kritik an den Strukturen der Filmförderung fordert er, dass „mehr Zeit und mehr Geld in die Entwicklung investiert werden“ sollte. Bei „Projekten mit Senderbeteiligung auch von den dort Verantwortlichen.“ Besonders auch „bei Dokumentarfilmen, übrigens auch für die Schnittzeit.“ Danielsen weiter: „Vorhaben, die sich nicht vielversprechend entwickeln lassen, müssten leichter aufgegeben werden können.“ Und zur Frage nach zuschauerwirksamen Kinofilmen differenziert er die Debatte um die Kinobesucherzahlen: „Wie zuschauerwirksam ein Film ist, spiegeln aber nicht nur die Kinoerlöse der ersten zwei Wochen wider. Viele Filme lassen zuerst Festivalkinos aus den Nähten platzen und erreichen später im Fernsehen Hunderttausende Menschen, erzielen in den Mediatheken hohe Abrufzahlen und leben auf Plattformen weiter. Gerade Dokumentar- und Kinderfilme haben in der Nische oft ein langes Leben, touren über Monate durch die Kinos und erzielen am Ende erstaunliche Zuschauerzahlen.“ Das ganze Gespräch: „Es deutet sich eine Verschiebung im Markt an“

 

„Tatsächlich ist der hiesige Bedeutungsverlust des Kinos zum Teil hausgemacht.“

Der magische Ort Kino verliere an Bedeutung – Filmemacher würden die besonderen Erzählmöglichkeiten des neuen Fernsehens lieben. Während die großen Filmstudios sich kaum noch trauen würden, von bewährten Marken abzuweichen. Dennoch gäbe es auch optimistische Töne aus der Branche schreibt Tilmann P. Gangloff in der Neuen Presse: Streams statt Streifen – Was wird aus dem Kino?

(Alle frei zugänglich)

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