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Presseschau

Telemedienauftrag: „Gewichtige Argumente“ der Produzentenallianz

18. Oktober 2017
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Die Ministerpräsidenten berieten im Saarland über neue Regeln für den Rundfunk, schreibt Claudia Tieschky in der Süddeutschen Zeitung. Themen seien Auftrag und Strukturoptimierung der öffentlich-rechtlichen Sender, die in ihrem Reformpapier gefordert hätten: „Mehr Möglichkeiten im Netz“. In die Debatte hättn sich besonders die Film- und Fernsehproduzenten „mit gewichtigen Argumenten“ eingeschaltet. Die in der Produzentenallianz zusammengeschlossenen Kreativen versuchten seit Jahren mit einigem Erfolg, die neue digitale Verbreitung ihrer Produkte in Mediatheken der Sender angemessen vergütet zu bekommen. Bei Produktionen, die teils vom Produzenten und teils von den Sendern finanziert werden, sei das Ziel, Erlösmodelle auf dem Markt von Video on Demand, DVDs oder bei der Zweitverwertung im Pay-TV zu erschließen. „Gerade diese Auswertungschancen seien aber durch längere Abrufzeiten in Mediatheken von ARD/ZDF in Gefahr, kritisierte die Produzentenallianz in einem Schreiben an die in der Sache federführende Staatskanzlei Sachsen-Anhalt. Könne ein Zuschauer eine Produktion wie etwa die von der ARD teilfinanzierte Serie Charité über längere Zeit unentgeltlich bei der ARD abrufen, werde er sie noch kaum bei iTunes kaufen. Bei Verweildauern von mehr als einem Monat in frei zugänglichen Mediatheken seien Produktionen kaum noch an Streamingplattformen verkäuflich, so die Produzentenallianz.“ Von der ARD gebe es inzwischen neue Signale, dass man den Zusammenhang zwischen längerer Verweildauer in den Mediatheken und Erlösmöglichkeiten für die Produzenten sieht – und entsprechend in die Vertragsmodelle einbauen könnte: Ein Netz für die Ewigkeit (SZ vom 18.10.2017, S. 31 – Medien)

Für seine Pläne, die ARD zum Regionalsender zu machen, werde Rainer Robra, Medienminister von Sachsen-Anhalt, auch von seinem Thüringer Amtskollegen Benjamin-Immanuel Hoff kritisiert, meldet die Welt. Auch  ZDF-Intendant Thomas Bellut, RBB-Intendantin Patricia Schlesinger und ARD-Vorsitzende Karola Wille hätten den „Ideen aus Sachsen Anhalt“ eine Absage erteilt: ZDF-Intendant Thomas Bellut. Medien-Minister erntet Kritik für ARD-Pläne – auch von Kollegen (frei zugänglich)

Zum Interview mit Rainer Robra in der Mitteldeutschen Zeitung: „Massive Fehlentwicklung“ Medienminister Robra rügt Öffentlich-Rechtliche als zu teuer  (frei zugänglich)

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